Woche 25 – Bodenbelag Keller

08.12.2013 – In den letzten beiden Wochen haben wir in den beheizten Kellerräumen schon einmal Fliesen verlegt. Dies hat den Vorteil, dass wir nun den Kellerflur und den großen Kellerraum “sauber” haben, denn der Estrich staubt doch recht ordentlich. Die unbeheizten Kellerräume haben wir noch nicht gefliest, da dort die Restfeuchtigkeit im Estrich noch zu hoch ist.

Vor dem Fliesen haben wir die Heizung natürlich abgestellt, denn der Boden sollte nicht aufgeheizt sein, wenn Fliesen verlegt werden. Außerdem ist zu beachten, dass frischer Estrich mit Tiefgrund vorbehandelt werden muss, sonst entzieht der Estrich dem Kleber zu schnell die Feuchtigkeit. Ich habe hierfür den Knauf Spezial Haftgrund verwendet, diesen habe ich nach Anleitung verdünnt (ca 1:3). Aufgebracht habe ich den Haftgrund mit der Rolle, ging auch recht fix.

Am nächsten Tag haben wir dann mit dem Fliesen begonnen. Zum Schneiden der großen Fliesen (30 x 60 cm) haben wir uns einen Fliesenschneider aus dem Baumarkt geliehen. Da nichts anderes in der Größe da war, mussten wir uns mit einem Nassschneider begnügen. Einerseits kann man hier sehr saubere Kanten schneiden, andererseits gibts aber auch viel Wasser-Sauerei und es dauert länger als wenn man die Fliesen bricht (Trockenschneider).

Die Fliesen haben wir im Baumarkt erstanden. Beim Kauf darauf achten, dass alle Fliesen aus einem “Brand” sind, denn Fliesen können in unterschiedlichen Bränden leicht unterschiedliche Muster haben. Für den Keller haben wir uns hier im niedrigen Preissegment bewegt, aber für 11€/qm haben wir doch sehr schöne, neutrale Fliesen gefunden. Für diesen Preis kann man zwar keine durchgefärbten Fliesen erwarten, aber optisch sind die Feinsteinzeug-Fliesen sehr schön. Durchgefärbte Fliesen haben wohl den Vorteil, dass selbst bei abgeplatzer Oberfläche der Schaden nicht so sehr auffällt, da der Rest der Fliese ja die gleiche Farbe hat.

Beim Fliesenkleber haben wir auf den Lugato Spezial Fliesenkleber von Hornbach und den Knauf Flexkleber extra von Obi vertraut. Diese Kleber sind zwar nicht die billigsten, sind aber für Fußbodenheizung geeignet, und gerade bei großformatigen Fliesen soll sich wohl der Qualitätsunterschied (bessere Flexibilität durch mehr Kunststoffpartikel) bemerkbar machen. Verarbeiten ließ sich der Kleber gut, wir haben eine 10er Zahnspachtel, wie auf der Packung empfohlen, verwendet.

Die Randstreifen der Fliesen habe ich aus den 30×60 Fliesen mit dem Fliesenschneider geschnitten, dabei immer zwei Randstreifen von einer Fliese, damit die Randstreifen alle oben einen sauberen Abschluss haben. Rechnerrisch könnte man aus 30cm breiten Fliesen 4 Randstreifen schneiden, sieht aber nicht so schön aus.

Verfugt haben wir das Ganze dann 2 Tage nach dem Verlegen mit Knauf Flexfuge schnell in zementgrau. In den nächsten Tagen werde ich dann noch die Anschlüsse Wand/Boden mit Silikon verfugen.

Woche 22 – Eigenleistung – LAN und SAT Verkabelung, Badbeleuchtung

DPP_141517.11.2013 – Auch am heutigen Sonntag waren wir nicht untätig und haben unsere Eigenleistung weiter voran getrieben. Als erstes haben wir im Badezimmer die Beleuchtung eingebaut. Wir haben hierfür bereits vor dem Anbringen der Gipskartonplatten und der Unterkonstruktion mit der Trockenbaufirma die genauen Positionen der LED-Panels festgelegt. Als die Unterkonstruktion fertig war, haben wir die benötigten Kabel verlegt und die Auslässe markiert.

Heute habe ich dann, mit freundlicher Hilfe eines Bekannten, die Panels eingebaut. Dafür eine 20 x 20 cm große Schablone angefertigt und die genauen Positionen mit Bleistift markiert. Ausschneiden aus der Decke ging mit einem Fuchsschwanz ganz gut (Achtung Dreck :-)). Die Panels angeschlossen und eingebau hat dann mein Elektriker-Freund, obwohl auch das für jemanden der ein wenig Ahnung von Elektrik hat, problemlos möglich ist. Dank des ultraflachen Trafos passt dieser problemlos zwischen Decke und Dampfsperre und auch die flachen Panele fanden problemlos Platz.

Verwendet haben wir ähnliche Panele wie hier zu sehen: LINK

Unsere Panels sind allerdings noch etwas größer (220 mm x 220 mm), haben etwas mehr Leistung, ansonsten sind sie identisch.

Außerdem haben wir im Dachboden den Multischalter angebracht und verkabelt, alle LAN-Dosen sowie die Kabel im Verteiler (Büro) mit Anschlüssen versehen, alle SAT-Dosen eingebaut und die passenden Blenden in der GIRA-Optik angebracht.

Danke an die Firma Elektro Großkopf aus Langensendelbach für die Unterstützung.

Woche 22 – Eigenleistung Bodenbeläge

17.11.2013 – Die Bodenbeläge haben wir neben den Malerarbeiten ebenfalls aus dem KMH Paket gestrichen. Wir werden in allen nicht gefliesten Räumen im EG und OG Laminatböden verlegen, die Kellerräume bekommen Fliesen.

Während der Planung dieser Arbeiten sind einige Fragen aufgetaucht, die ich hier gerne als Tips & Tricks beantworten möchte:

  • Wie stelle ich fest, ob der Estrich trocken genug ist: Als erster Anhaltspunkt kann hier eine elektronische Messung mit einem Feuchtigkeitsmessgerät dienen. Diese Geräte können aber je nach Luftfeuchtigkeit das Ergebnis verfälschen. Ein professioneller Bodenleger prüft die Belegreife normalerweise mit einem CM-Messgerät. Wir haben im Bekanntenkreis zum Glück jemanden gefunden, der solch ein Messgerät besitzt. Klaus Urban, Bodenleger aus Heroldsbach bei Forchheim, hat uns freundlicherweise solch eine Messung durchgeführt. Die CM-Messung war deutlich niedriger als die elektronische und unser Estrich ist im Erdgeschoss belegreif, im Obergeschoss werden wir noch ein paar Tage warten.

    Der Grenzwert für die belegreife ist bei Heizestrichen 1,8 % CM. Einige Laminathersteller geben sogar noch niedrigere Werte auf Ihren Packungen an. Danke nochmal für die Unterstützung von Klaus Urban, anbei die Kontaktdaten, falls jemand einen Bodenleger sucht oder eine CM-Messung durchführen lassen will:

    urban fussbodenverlegung
    Büro: zur Eckenau 14, 91336 Heroldsbach
    Ausstellung: Am Kübelweiher 5, 91336 Heroldsbach
    Telefon: 09190/9959766
    www.urban-fussbodenverlegung.de
    E-Mail: info@urban-fussbodenverlegung.de

  • Untergrund vorbereiten: Der Untergrund sollte frei von groben Unebenheiten und Steinen sein, diese können die Dampfsperre beschädigen. Eine Dampfsperre ist bei frischen Estrichen auf jeden Fall notwendig, damit die noch vorhandene Restfeuchte nicht in den Laminatboden ziehen kann, dieser würde aufquellen und wäre hinüber. Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Dampfsperre einzubringen. Entweder man legt direkt auf den Estrich, bevor die Trittschalldämmung ausgebracht wird, eine PE-Dampfsperre. Die Hersteller geben hier eine Dicke von >= 0,2 mm an, sofern ich das auf der Packungsbeilage richtig entziffern konnte. Die zweite Variante ist eine Trittschalldämmung mit aufkaschierter Dampfsperre. Diese gibt es in den gängigen Baumärkten als Faltplatten von ca 10 qm Größe. In jedem Fall muss die Dampfsperre an den Stößen verklebt werden. Bei einer PE-Dampfsperre sollte man 20cm überlappen lassen und die Stöße mit wasserdichtem Klebeband verkleben. Bei den Faltplatten ist das Klebeband meist mit in der Packung enthalten.
  • Welchen Laminat: Wir haben uns letztlich für zwei verschiedene Böden für EG und OG entschieden. Der Boden für das Erdgeschoss ist BHK moderna horizon kaja eiche, erhältlich zum Beispiel bei OBI (Preis pro qm ca. 16€). Im OG werden wir Skandor Hickory Explore 8.0 von Hornbach verlegen (Preis pro qm ca. 15€). Der Hersteller des Hornbach Bodens ist Kaindl.
  • Welches Werkzeug braucht man zum verlegen: Wir haben zwar diese beiden Böden noch nicht verlegt, aber auch bei den Clicksystemen braucht man in den meisten Fällen einen Schlagklotz sowie ein Zugeisen. Außerdem entweder einen Laminatschneider (aufpassen bei breiten Böden wie den oben genannten, hier kann ein Laminatschneider aufgrund der begrenzten Schnittbreite an seine Grenzen kommen) oder eine Stichsäge/Kapp- und Gehrungssäge.

Weitere Erfahrungen bezüglich der Verarbeitung der Böden werde ich nach dem Verlegen hier veröffentlichen.

Woche 20/21 – Eigenleistung Malerarbeiten

Helfer10.11.2013 – Nun war es also soweit: Unser Bauleiter teilte uns mit, dass es am besten wäre, die Decken dort zu streichen, wo der Boden gefliest wird, bevor mit den Fliesenarbeiten am Boden begonnen wird. Macht natürlich Sinn, so erspart man sich die nervige Abkleberei. Also gut, Helfer zusammengetrommelt, Malerarbeiten geplant.

Da dies mehr Aufwand ist, als man sich immer so denkt, möchte ich hier für zukünftige Bauherren eine kleine Liste der Arbeiten machen, welche wir durchgeführt haben. Nicht dabei sind hier die Malerarbeiten im Heizungsraum, die schon vor einigen Wochen notwendig waren, damit die Heizung eingebaut werden konnte.

  • Decken im EG für das Tapezieren vorbereiten (ca 1 Manntag): Im Ergeschoss haben wir uns entschieden, die Betondecken mit Rauhfaser zu tapezieren, damit man die verspachtelten Stöße der Betonfertigteile nicht mehr sieht. Damit die Betondecken tapeziert werden können, sollte man diese mit Tiefengrund vorbereiten, damit der Untergrund nicht den Tapetenkleister völlig aufsaugt und die Tapete wieder runterkommt. Wir haben für sämtliche Grundierungsarbeiten den Tiefgrund von Obi für Innen verwendet (genaue Packungsbeschreibung gerne auf Nachfrage). Wichtig ist hierbei vor allem, dass der Tiefgrund Lösemittelfrei ist. Das hat zum einen gesundheitliche Gründe und zum anderen habe ich gelesen, soll der Tapetenkleister nicht so gut auf Lösemittel reagieren :-). Für das Auftragen des Tiefgrund haben wir uns für die Farbrolle als Werkzeug entschieden. Eigentlich sollte Tiefgrund mit einem Quast aufgetragen werden. Wer schon einmal versucht hat Tiefgrund, was flüssig ist wie Wasser, mit einem Quast an die Decke zu streichen, kennt das Ergebnis. Mehr Tiefgrund am Boden darunter als an der Decke. Mit einer Farbrolle und dem richtigen Gefühl klappt das aber ganz gut.
  • Decken im EG tapezieren (mit 4 Personen 1 Tag -> 4 Manntage): Tapezieren von Decken ist gar nicht so schwer, wenn man genügend Hände hat. Für die langen Bahnen im Wohnzimmer (5m) waren wir stets zu dritt, was dann aber ganz ordentlich funktioniert hat. Ein Helfer hat dabei die Kleisterarbeit übernommen. Verwendet wurde “Metylan Spezial” Kleister, der beste Kleister den ich für Rauhfaser kenne. Die Rauhfaser Bahnen satt einkleistern und ca 5-10 min weichen lassen (zusammenklappen), anschließend ab damit auf die Decke, mit der Tapezierbürste festdrücken, damit keine Falten entstehen, und anschließend mit dem Tapezierroller, so wie dem harten Roller für die Kanten, gut festdrücken.
  • Wände und Decken im OG für das Streichen vorbereiten (ca. 4 Manntage): Das Vorbereiten zum Streichen nimmt einige Zeit in Anspruch. Zu den Malerarbeiten gehören nämlich auch Ausbesserungen am Putz, und da gibt es reichlich Macken, die mit Gips gefüllt werden wollen. Alle Handwerker, die so im Haus unterwegs sind, verursachen immer wieder mal kleinere Schäden im Putz, welche man am besten ausspachtelt und mit feinem Schleifpapier nach dem Trocken etwas glattschleift.
    Außerdem sind beim Estrich einbauen einige Spritzer Estrich an der Wand gelandet. Diese Erhöhungen müssen natürlich mit der Spachtel oder einer Putzerkelle entfernt und glattgeschliffen werden, damit man später eine glatte Wand hat.
    Zu den Malerarbeiten gehört weiterhin das Ausspritzen der Kellenschnitte im Innenputz mit Maleracryl. Auch hierzu ein kleiner Tip, den ich von unserem Fliesenleger bekommen habe: Zum abziehen der Fugen einen alten abgebrochenen Zollstock entsprechend der gewünschten Fugenbreite formen (geht einfach indem man den Stock über den Estrich zieht) und damit die Fuge nachziehen. Die Reste des Estrichdämmstreifens müssen auch noch auf Estrichhöhe abgeschnitten werden, was am besten mit einem Cutter funktioniert.
    Bevor dann losgelegt werden kann, sollte man alle Wände und Gipskartonplatten mit Tiefengrund grundieren, da der Untergrund sonst zu stark saugt und zuviel Farbe benötigt werden würde. Zum Tiefengrund haben wir etwas günstigere Dispersionsfarbe gemischt, damit beim Grundieren schon ein kleiner Grundanstrich erfolgt. Viel sieht man beim Mischungsverhältnis 1:5 allerdings nicht, wichtig ist häufiges Aufrühren der Grundierung.
  • Streichen der Wände und Decken (ca. 8 Manntage: inklusive Treppenhaus, aber OHNE Kellerräume): Das eigentliche Streichen ist deutlich zeitaufwändiger als die Grundierung, da wir hier sehr stark darauf geachtet haben, dass die Farbe gut deckt und es gleichmäßig wird. Hierfür haben wir uns auch Profi-Farbe aus dem Farbengroßhandel geholt. Die Wahl fiel auf die Farbe “Caparol Capamaxx”, der Preis für einen 12,5 l Eimer liegt hier deutlich über dem Preis von Alpinaweiß (genaueres auf Anfrage), wir finden aber es hat sich gelohnt. Die Farbe deckt super, ist total ergiebig und dem aktuellen Eindruck nach werden wir kein zweites Mal streichen. Außerdem lässt sich die Farbe sehr schön verarbeiten und spritzt so gut wie gar nicht.
    Für die Decken im Gästebad und im Bad haben wir uns mehrere Meinungen eingeholt. Der Farbenhändler und ein bekannter Sachverständiger überzeugten uns, dass Latexfarbe die beste Wahl wäre. Grundsätzlich wurde im Bad grüner Gipskarton verbaut, welcher an sich gegen Feuchtigkeit vorbehandelt ist. Die Latexfarbe soll Eindringen von Feuchtigkeit zusätzlich verhindern. Kritiker behaupten, dass immer etwas Feuchtigkeit eindringt und diese auch wieder entweichen muss, weshalb Latexfarbe nicht gut wäre. Die von uns verwendete Latexfarbe habe ich gerade namentlich nicht im Kopf, die Farbe hat Nassabriebsklasse 1 und ist diffusionsoffen, das heißt die Wand kann trotzdem noch bis zu einem gewissen Maße atmen. Ob es richtig war, wird sich in ein paar Jahren zeigen.
    Beim Streichen der grünen Gipskartonplatten haben wir uns außerdem dazu entschieden, die Platten mit verdünnter Dispersionsfarbe (Obi Arcticweiß) vorzustreichen, damit der Anstrich mit der Latexfarbe gut deckt.

Zusammengefasst kann man festhalten, dass die Malerarbeiten gerne unterschätzt werden. Wenn man allerdings genügend Helfer hat, ist es auf jeden Fall auch relativ kurzfristig machbar. Danke an dieser Stelle an alle Helfer! Bei uns sind aktuell noch die Malerarbeiten in den übrigen Kellerräumen, sowie das Lackieren der Treppe offen. Finanziell lohnt es sich in jedem Fall, selbst wenn man eine sehr hochwertige Farbe verwendet.